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Südamerika urteilt seine ehemaligen Diktatoren ab

Im Juni 1973 zerstörte der Präsident von Uruguay, Juan Maria Bordaberry, die Demokratie in der einstigen Schweiz Südamerikas und verwandelte den Rechtsstaat in eine dunkle Folterkammer. Die Militärdiktatur dauerte bis 1985 an. Jetzt wurde der ehemalige Staatschef von einem Gericht in der Hauptstadt Montevideo wegen der Ermordung und Entführung politischer Gegner sowie des Angriffs auf die Verfassung zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt.

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Amado Boudou - Wirtschaftsminister in Argentinien

Der 46 Jahre alte Ökonom Amado Boudou hat eine schwierige Mission zu bewältigen. Er soll das seit dem Staatsbankrott des Jahres 2002 diskreditierte Argentinien am internationalen Kapitalmarkt wieder kreditwürdig machen. Amado Boudou wurde Anfang Juli 2009, nach der Wahlniederlage der Kirchners bei den Parlamentswahlen, zum Wirtschaftsminister ernannt. Es soll größeren politischen Handlungsspielraum als seine blassen Vorgänger im Amt besitzen.

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Argentinien will sich mit seinen Gläubigern einigen

In den Jahren 2001/2002 legte Argentinien – ehemals eines der reichsten Länder der Welt – einen gigantischen Staatsbankrott hin. Das südamerikanische Land zahlte keine Schulden mehr, blockierte Konten und schloss Banken. Vier Präsidenten in Folge schafften es nicht die Krise in Argentinien zu meistern. Der Peso wurde abgewertet, die Vermögen der Bevölkerung lösten sich in Luft auf, ganze Gesellschaftsschichten verarmten.

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Ein Porträt der Dichterin Gabriela Mistral

Die chilenische Dichterin war die erste Autorin Lateinamerikas, die 1945 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet worden ist. Ihre Lyrik ist von tiefstem Humanismus durchdrungen. Es geht um die Sorge um andere, die von einer umfassenden Liebe getragen wird. In ihren Gedichten konfrontiert sie ihre Leser aber auch oft mit der Erfahrung des Todes, die zu den elementaren Dingen des Lebens zählt. Ihre Lyrik verleiht dem Tod und der bittersüßen Liebe eine großartige Stimme.

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600 Mitglieder der rechten Todesschwadronen erhalten in Kolumbien Amnestie

„Ley de Justica y Paz“ heißt die Verordnung, Gesetz für Gerechtigkeit und Frieden. Demnach dürfen ehemalige Todesschwadronen die Dauer ihres Aufenthalts im Gefängnis mit Geständnissen deutlich verringern. Kolumbien gewährt den Mördern Amnestie, wenn sie die Behörden zu den Gräbern ihrer Opfer führen. Wenn ein Auftragsmörder beispielsweise zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt worden war, könnte sich seine Strafe auf fünf bis acht Jahre verringern.

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Porträt: der peruanische Präsident Alan García

Als Alan García 2006 zum zweiten Mal Präsident wurde, staunten die Experten der Politik Südamerikas nicht schlecht. Wie konnte ein Politiker, der Peru in den Jahren 1985 bis 1990 in das finanzielle Chaos und in den Bürgerkrieg geführt hatte, erneut eine Präsidentenwahl gewinnen? García war schon immer ein politisches Stehaufmännchen und begnadeter Redner, der beim Antritt zu seiner zweiten Regierungsperiode mit viel Pathos Besserung und Wandel versprach.

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Norbert Rehrmanns Biografie über Simón Bolivar

Der Dresdner Kulturwissenschaftler und Autor zahlreicher Lateinamerikabücher Norbert Rehrmann hat eine flott lesbare Biografie mit dem Titel: „Simón Bolívar. Die Lebensgeschichte des Mannes, der Lateinamerika befreite“, geschrieben. Rehrmann schildert Bolívar als ruhmsüchtigen Anführer weißer Großgrundbesitzer, die sich von den Handelsgesetzen, die die Spanier erlassen hatten, in ihrem Bestreben darin gehindert sahen, unkontrollierte Reichtümer anzuhäufen.

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