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Dem Geburtshaus von Julia Mann droht der Zerfall

Die Fazenda Boa Vista im brasilianischen Städtchen Parati, in dem Julia Mann, die Mutter des Literaturnobelpreisträgers Thomas Mann, lebte, ist in einem sehr schlechten baulichen Zustand und scheint für immer verloren zu sein. Frido Mann, der Urenkel von Julia Mann, versuchte viele Jahre lang vergeblich das Haus in Brasilien zu retten und darin ein Kulturzentrum zu gründen. Der Göttinger Schriftsteller und Psychologieprofessor Frido Mann erzählt: „Nach wie vor wäre es schön, das bereits 1995 initiierte Projekt in Parati zu realisieren, aber die Widerstände seitens der wechselnden, undurchsichtigen Eigentümer und die Gleichgültigkeit der Behörden und Politiker haben dazu geführt, dass das Haus jetzt in sich zusammenfällt.“ »» Dem Geburtshaus von Julia Mann droht der Zerfall


Das Kloster Santa Catalina in Arequipa

Die bedeutendste Sehenswürdigkeit in der peruanischen Stadt Arequipa ist ohne Zweifel das Kloster Santa Catalina. Über fast vierhundert Jahre widmeten sich die Nonnen und Novizinnen des Katherinenordens ihrem spartanischem Leben, allem Weltlichen abgewandt. Heute dagegen bieten die Plätze und schmalen Wege Touristen aus aller Welt farbenprächtige Motive für ihre Fotos. Im Jahr 1580 wurde das Kloster Santa Catalina vom spanischen Mutterorden der Dominikaner gegründet. Im 17. Jahrhundert wurde es auf rund 20.000 Quadratmeter erweitert, weil immer mehr spanischen Familien ihre Töchter dorthin schicken wollten. »» Das Kloster Santa Catalina in Arequipa


Venezuela will von Deutschland einen Stein zurück

Venezuelas Staatschef Hugo Chávez fordert von der Bundesregierung die Rückgabe eines 35 Tonnen schweren Findlings aus rotem Sandstein, der als Teil eines Kunstprojekts im Berliner Tiergarten positioniert wurde. Der Stein stammt aus dem Nationalpark Canaima in Venezuela. Vor über zehn Jahren hat ihn der deutsche Künstler Wolfgang Kraker von Schwarzenfeld in die deutsche Hauptstadt gebracht. Aus allen Kontinenten der Erde hat der Objektkünstler von Schwarzenfeld Steine zusammengetragen und sie im Rahmen seines Projekts „Global Stone“ im Berliner Tiergarten platziert. »» Venezuela will von Deutschland einen Stein zurück


Zum Tod des chilenischen Filmregisseurs Raúl Ruiz

Raúl Ruiz war ein Filmregisseur, der seinen unverwechselbaren Stil gefunden hatte. Er ließ vor dem Auge des Betrachters einen Strom von Bildern ablaufen, die er mit seinem ihm ganz besonderen Blick geformt hatte. Er verrückte die Perspektiven, stellte die Welt auf eine scheinbar schiefe Ebene. Er warf die Bestandteile eines Geschehens wie die Teile eines Puzzles durcheinander und setze sie anschließend in einer phantastischen Rätselschrift wieder zusammen. Kritiker stecken seine mehr als 100 Filme gerne in die Schublade des Surrealismus. Doch in Wirklichkeit erfüllt sich Raúl Ruiz mit seinen Werken nur einen Wunsch: Die Auflösung der Gegensätze zwischen Realität und Traum. »» Zum Tod des chilenischen Filmregisseurs Raúl Ruiz


Zum Tod des Schriftstellers Ernesto Sabato

Der Schriftsteller Ernesto Sabato wurde am 24. Juni 1911 in dem Dorf Rojas in der Pampa Argentiniens geboren. Er zählte zu jenen Literaten, die die Belletristik Lateinamerikas in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf das Niveau von Weltliteratur emporhoben. Ernesto Sabato war auf der einen Seite ein politisch engagierter Schriftsteller, ein intellektueller Aktivist, wie es auch seine Vorbilder Albert Camus und Jean Paul Sartre waren. Auf der anderen Seite war er der traurigste Autor in Argentiniens und einer der letzten Großen seiner Zunft in Lateinamerika. »» Zum Tod des Schriftstellers Ernesto Sabato


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