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Sonntag, 4. Februar

Ich wache um 5:45 Uhr auf und wecke Bernd zu einem farbenfrohen Sonnenaufgang. Danach legen wir uns wieder hin, verzichten freiwillig aufs Frühstück und lassen uns später wieder von unseren Italienern einladen. Man merkt, es ist der letzte Tag unserer Amazonastour und wir werden bald Manaus im Herzen von Brasilien erreichen.

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Samstag, 3. Februar

Um 6:45 Uhr werden wir geweckt und zum Frühstück gerufen, verzichten aber zugunsten des italienischen Frühstücks unserer Mitreisenden, die uns einladen. Das Wetter ist etwas bedeckt und so halten wir uns hauptsächlich auf unserem Deck im Umkreis unserer Kabine auf, unterhalten uns mit Mitreisenden, beobachten die Arbeit der Crew, winken den Caboclos am Ufer des Amazonas zu und werfen T-Shirts und Sporthosen über Bord, die sofort von Jungen in Einbäumen mit großen Elan eingesammelt werden.

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Freitag, 2. Februar

Bereits zum zweiten Mal bereise ich den Rio Amazonas auf einem typischen Amazonasdampfer – das erste Mal alleine im Jahre 2000 von Belem über Santarem bis nach Manaus, jetzt zusammen mit Bernd von Santarem bis Manaus. Ich habe diese Strecke gewählt, weil ich den Ort Alter do Chao am Rio Tapajos kennen lernen wollte und Bernd nicht so lange Urlaub bekommen hat, um die ganze Strecke von Belem bis Manaus mit Aufenthalt in Alter do Chao mitzuerleben. Schließlich möchten wir auf dieser Reise auch noch andere Gebiete von Brasilien besuchen.

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Freitag, 2. Februar bis Sonntag, 4. Februar 2007: Rio Amazonas – Mit dem Linienschiff von Santarem nach Manaus

Einschiffung:
Um 11:00 Uhr nehmen wir den Bus von Alter do Chao nach Santarem. Die Banco do Brasil an der Straße zum Hafen von Santarem (Docas do Para) nimmt leider keine internationalen Karten, so dass wir noch mit dem Taxi in die Stadtmitte von Santarem müssen. Gerade am Monatsanfang ist der Andrang auf brasilianischen Banken immer sehr groß, das ist auch hier im Amazonasgebiet nicht anders und die Schlange reicht beinahe bis auf die Strasse.

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Donnerstag, 1. Februar 2007: Alter do Chao - Tagesausflug Rio Jari, Ponta da Pedra, Ponta do Cururu

Nach dem Frühstück auf der Terrasse unserer Pousada Belas Praias (Schöne Strände) in Alter do Chao gehen wir die 15 m zum Anlegesteg, wo unser Boot mit drei Guides schon auf uns wartet. Zunächst durchschippern wir die Lagoa Verde (Grüne Lagune), eine malerische Bucht des Rio Tapajos, in der das Dorf Alter do Chao romantisch eingebettet ist. Wir passieren die Ponta do Cururu und sind von nun an auf dem Rio Tapajos, der einige km flussabwärts, bei der Stadt Santarem, in den gigantischen Rio Amazonas mündet.

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31. Januar 2007: Santarem

8:00 Uhr klopft es an der Tür, oder war es nur ein Traum? Muss wohl so sein, denn als Benny öffnet marschiert ein herrliches Frühstück herein. Wir lassen es uns auf der Terasse anrichten. Während des Frühstücks gleich wieder Kommunikation mit den Tourguides über die Balkonbrüstung. Da ich diesmal am Trödeln bin, verpassen wir den Bus nach Santarém um 10:00 Uhr.

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30. Januar 2007: Belém - Santarém - Alter do Chão

Um 6:15 Uhr klingelt mein Handy zum Wecken. Die Rezeption hat wohl vergessen uns um 5:45 Uhr zu wecken! Ich gehe rüber in mein eigenes Zimmer zum Duschen, damit es schneller geht. (zwei Voucher, zwei Zimmer) Zum ausgiebig frühstücken reicht dann leider die Zeit nicht mehr aus, da unser Taxifahrer schon wartet. Beim Check-In dann das neueste 2007er Modell der TAM Zucht. Sehr gut gelungen, wird einschlagen wie eine Bombe. Ich rufe vom Flughafen in der Pousada in Alter do Chão an, um ihnen mitzuteilen, dass wir vorraussichtlich pünktlich, so gegen 10:00 Uhr ankommen. Bei unserer letzten Zigarettenpause vor dem Boarden treffen wir nochmal unseren Taxista und machen ein Abschiedsfoto mit ihm. Der Flug geht dann tatsächlich (fast) pünktlich raus und uns bedient im Flugzeug Modell Verona Feldbusch, aber wie sie mit 20 aussah. Beim Anflug auf Santarém bekommen wir einen ersten Eindruck von den Dimensionen dieses Mega Flusssystems das für die kommende Woche unsere Heimat sein wird. Der Flughafen von Santarém ist nur ein kleines Flugplätzchen und nach kurzer Wartezeit erscheint dann auch unser Fahrer, José aus Rio Grande do Norte, wo wir die letzten Tage verbracht haben. Nach einer halbstündigen Fahrt, teils schon durch Urwaldgebiete, erreichen wir den kleinen Ort Alter do Chão. José fährt uns direkt an den Bootsanleger. Zuerst dachte ich, er will uns die Aussicht auf die gegenüberliegende Sandbank demonstrieren, bevor er uns zur Pousada fährt. Aber weit gefehlt, die Pousada Belas Praias (deutsch: schöne Strände) liegt direkt gegenüber des Bootsanlegesteges. Wir bekommen ein Zimmer mit Terasse und herrlichen Blick auf den Seitenarm des Rio Tapajos (der wiederum ein Seitenzufluss des mächtigen Amazonas ist), den Lago Verde. Nach kurzem Dorfrundgang kommen wir zu dem Schluss, dass wir die beste Pousada des Ortes erwischt haben und das via Internet gebucht. Die Pousada liegt genau zwischen Bootsanleger und Praça Principal, wo abends mit Sicherheit am meisten geboten ist in diesem kleinen Dörfchen. Aber das Beste ist der Blick hinüber zu der Sandbank mit einigen Barracas (Strandlokalen). Ich lerne auch gleich einen Argentinier kennen, der hier eine Incommingagentur betreibt, die Naturtrips veranstaltet. Wir packen unsere Strandklamotten und lassen uns zur Sandbank rüberrudern. Wir gehen Schwimmen, essen ein Fischfilet, das wir zu zweit nur mit Mühe schaffen und geniessen das Leben. Es sind fast keine Touristen da, die wenigen, die mit uns auf der Sandbank verweilen sind hauptsächlich Einheimische und sehr kontaktfreudig. Kurz vor Sonnenuntergang kehren wir wieder zurück in unsere Pousada und ich mache von der Terasse aus noch weitere Kontakte. Ein kleines Dorf im Norden von Brasilien, aber mit grossem Potential im Ecotourismus! Den Abend verbringen wir an der Praça, wo heute sogar eine Band spielt und uns ein Mix aus Einheimischen, Aussteigern, die irgend wann mal hier hängengeblieben sind und Travellern erwartet.

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Foto: MaRio Reibnitz


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