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06.11.2006 Canela und Caracol Nationalpark

Morgens fährt uns der Bus vor der Nase weg (Fahrplan gibt es hier nicht). Als wir auf den nächsten Bus warten, treffen wir den deutschstämmigen Fahrer eines Reisebusses. Er erzählt uns, dass es hier viele deutsche Einwanderer in der Gegend gibt. Dabei benützt er altdeutsche Wörter wie Luftschiff oder halbportugiesische Wörter wie Ur-ur-vovo (statt Ur-Ur-Opa). Nach 20 Minuten fahren wir mit dem Bus weiter nach Canela. Dort heißt es, dass der nächste Bus zum Caracol Nationalpark erst in ca. einer Stunde kommt. Wir nutzen die Zeit und besuchen ein Stadtviertel von Canela in dem sich auch „mundo Vapor“ befindet. Hier steht eine Dampflok schräg aus einem Haus heraus. Das sieht ziemlich urig aus. Als wir zurück kommen, fährt uns schon wieder der bus vor der Nase weg. Wir sprechen mit dem Rezeptionisten des Hotels, das sich hinter der Bushaltestelle befindet. Er empfiehlt uns zu trampen, da hier anscheinend jeder anhalten würde. Die Gegend wäre sehr sicher meint er zudem. Leider fahren heute nur wenige Autos zum Nationalpark. Es ist Regenwetter und Nebensaison. Außerdem gehen die meisten relativ früh dorthin. Das Warten versüßt uns der freundliche Rezeptzionist mit süßen Stückchen. Irgendwann geben wir auf und er bestellt uns ein Taxi, das wieder nicht ganz billig ist.

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05.11.2006 Gramado

Gehen gemütlich morgens los, da es anscheinend nur eine Stunde Fahrt nach Gramado ist und man für die dortige Wasserfallbesichtigung nur zwei bis drei Stunden braucht. Um Busterminal werden wir jedoch eines Besseren belehrt. Heute Nacht wurde wohl in Brasilien die Uhr von Winter- auf Sommerzeit verstellt, so das wir gar nicht so früh dran sind wir wir meinen. Außerdem ist in Gramado ein Kongress und die Vormittagsbusse sind ausgebucht. Die nächste fährt erst um 14 Uhr. Somit müssen wir die Wasserfallbesichtigung um einen Tag verschieben. Die Fahrt nach Gramado ist sehr schön. Wir fahren durch Berge mit vielen Deutschen Dörfern, in denen zum Teil gerade Oktoberfest gefeiert wurde.

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04.11.2006 Porto Alegre

Kommen morgens müde an. Machen uns auf die Suche nach dem Hotel Erechim. Das finden wir auch. Schlafen erst einmal aus und gehen danach duschen. Die Elektrodusche (in weiten Teilen Südamerikas ist einfach in den Duschkopf eine elektr. Spule gebaut, schaltet man den Strom ein, gibt die Spule Wärme auf die Wasserleitung ab, wodurch dann das Wasser erhitzt wird) ist etwas abenteuerlich verkabelt. Der Nulleiter ist sogar blank. Will am späten Vormittag los um geschäftskontakte zu knüpfen. Das wird leider nichts, da heute Samstag ist. „Hätten wir nur nicht diesen Tag in Santa Vitoria verloren“ denke ich. Da mein Bein schmerzt (Knochenhautentzündung, die ich aus Deutschland mitgebracht habe) und alle Ärzte zu haben, gehe ich zu einer Ersten Hilfe Station. Diese ist zwar gratis aber doch relativ einfach gehalten. Viel helfen können Sie mir auch nicht, da sie die entsprechenden Medikamente nicht da haben. Egal, so schlimm ist es nicht, ich hatte ja nur Angst, dass ich die nächsten Tage weniger Trekking machen könnte.

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03.11.2006 Santa Vitoria

Nach dem Aufstehen wollen wir erst einmal im Hotel frühstücken. Das gibt es allerdings nicht mehr, da man dies hier nur bis 9 Uhr serviert, was eigentlich für Brasilien untypisch ist.
Da ich so langsam zuviel Gepäck habe, will ich einige Dokumente nach Deutschland so wie ein mitgebrachtes Päckchen an eine Bekannte nach Minas Gerais schicken. Dabei merke ich zum Einen, dass die brasilianische Post sehr teuer geworden ist. Zum anderen akzeptiert die Schalter meine Paketbeschriftung nicht, da darauf ein deutscher Absender steht. Da muss ich erst in ein andere Geschäft, eine neue Verpackung kaufen,…. Zu viel Stress für heute.

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02.11.2006 Santa Teresa Nationalpark

Kaufe morgens drei Flaschen uruguayischen Wein. Einen zu mit nach Hause nehmen, einen für eine Bekannte bei der wir bald übernachten werden und einen für die überaus großzügigen Fischer von gestern. Diese freuen sich sehr darüber. Dann geht´s mit dem Taxi zum Santa Teresa Nationalpark. Bei Aussteigen aus dem Taxi fällt mir eine Weinflasche herunter, was bedeutet, dass ich keinen uruguayischen wein mit nach Deutschland nehmen werde. Bei der Militärstation geben wir unser Gepäck ab und beginnen mit dem Besuch. Im Eingangsbereich hat es historische Gebäude, eine schöne Parkanlage und ein Naturreservat. Außer Vögeln bekommt man allerdings wenig Tiere zu Gesicht. Danach wandern wir durch den wunderschönen Park mit seinen Wäldern und exotischen Pflanzen bis zu einem Strand. Bereits unterwegs bekommt vor allem mein bereits sonnenbrandgeschädigter Begleiter Marc Schwierigkeiten mit der Sonne. Ein fast menschenleerer Traumstrand entlohnt uns dann allerdings für unsere Mühen. Erfrische mich im kühlen Nass und esse etwas Obst. Am Strand sehen wir auch einen toten Seelöwen, lebende aber leider nicht. So langsam bekomme ich auch Probleme mit der aggressiven Sonne. Laufen vorbei an weiteren Parks und Stränden in Richtung der spanischen Festung, die den bekanntesten Ort des Parks darstellt. Die ist aber irgendwie weit weg. Unterwegs stellt Marc fest, dass ich auch an einer Stelle auf dem Kopf Sonnenbrand habe, was furchtbar ist, da dies bedeuten kann, das ich da mal eine Glatze habe werde. Die erste von vielen schlechten Nachrichten des Tages.

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