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Die Weltkunstmetropole Buenos Aires

Buenos Aires dürfte sich nach Ansicht vieler Kunstkenner in den nächsten zehn Jahren zu der Weltkunstmetropole entwickeln. Die Hauptstadt von Argentinien wird damit die Nachfolge von Berlin antreten, dass in den ersten zehn Jahren des neuen Jahrtausends die Künstler aus aller Welt wie ein Magnet anzog. Auch in der argentinischen Metropole wird eine eigene Infrastruktur entstehen, zu der Ausstellungsräume, Ateliers, Bars und Cafes zählen.

Bevor die Künstler in Berlin einfielen, arbeiteten sie gerne in New York, Paris oder London, bis ihnen diese Städte zu teuer wurden. Schon im vergangen Jahr war auf internationalen Kunstmessen, Ausstellungen und Galerien ein erhöhtes Interesse an der Kunst aus Lateinamerika zu erkennen. Buenos Aires war bis jetzt vor allem für seine Tanz-, Literatur- und Musikszene bekannte. Da das Leben in Argentinien noch verhältnismäßig billig ist, wird eine pulsierende Kunstszene dazukommen.

Vieles was die Künstler brauchen, ist in Buenos Aires noch relativ billig zu haben – geräumige Wohnungen und Lofts, die Malern oder Bildhauern nicht nur als Wohnung, sondern gleichzeitig als Atelier dienen können. Außerdem gibt es hier inzwischen viele illegale Clubs, in denen mit zum Morgen die Post abgeht. Aber es ist nicht nur das verführerische Leben der Boheme, das die Hauptstadt von Argentinien für Künstler so anziehend macht. Es ist die ganze Kultur der Stadt, die von den Einwanderern aus Europa und anderen lateinamerikanischen Ländern entwickelt wurde.

Inzwischen gibt es viele Künstler in Argentinien, die sich nicht nur in der Heimat einen Namen gemacht haben, sondern aufgebrochen sind, um die internationale Kunstwelt aufzumischen. Dazu zählen unter anderen Adrián Villar Rojas, Leandro Erlich, Tomas Saraceno, Fabian Marcaccio, Jorge Macchi und Guillermo Kuitca. Bevor sie Welt eroberten stellten sie ihre Werke im Centro Cultural Recoleta, in der Fundación Proa oder in der Galerie Ruth Benzacar aus. In den nächsten Jahren werden viele Galerien ihre Tore für Künstler öffnen, in im Moment höchstens Insidern ein Begriff sind.


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